"smart meter-Zähler" kommen bald!

Info-Vortrag zum kommenden Wechsel auf smart meter-Zähler in heimischen Haushalten. Experte Christian Braunsteiner (m.) freute sich mit Klaus Percig (r.) und Klaus Kiessler über das große Interesse.

Erster Energie- und Innovationen-Stammtisch im neuen Jahr befasste sich mit den neuen, digitalen Strohmzählern für Privathaushalte.

Smart meter-Zähler und die damit verbundenen rechtlichen Möglichkeiten und Veränderungen waren das Thema des 1. Energie- und Innovationen-Stammtisches im Mautwirtshaus Mödling im Jahr 2018. Wirtschaftsbund-Obmann GR Klaus Percig und der europ. Energiemanager Klaus Kiessler hatte dazu den Experten Christian Braunsteiner von Wiener Netze eingeladen.

Der berichtete dem zahlreich erschienenen Publikum, darunter die Vizebürgermeister Mag. Gerhard Wannenmacher und KommR Ferdinand Rubel sowie STR Roswitha Zieger, über den derzeitigen Stand der Umsetzung. Wiener Netze will so laut Plan bis 2021 1,6 Millionen Zähler tauschen, davon allein im Jahr 2020 950 000. Damit einher geht die Errichtung von 14000 data gateways vorwiegend in bereits bestehenden Trafos. „Eine wahre Herkulesaufgabe für alle Beteiligten des Projektteams“, so Braunsteiner.
 
Technisch bedingt wird jeder Privatkunde über kurz oder lang einen smart meter-Zähler bekommen. Mittels opt out-Vereinbarung besteht aber die Möglichkeit, sich vom automatischen Datentransfer abzumelden und damit die Aufzeichnung der Daten sowie deren Speicherung zu verhindern. Standardmäßig würde eine Ablesung einmal am Tag durchgeführt, mittels opt in-Vereinbarung wären es sogar möglich, alle 15 Minuten (96 mal täglich)  Messungen durzuführen. Die dabei gespeicherten Daten würden dann in einem eigenen Internet-Portal zur Verfügung gestellt.
 
Ausräumen konnte Braunsteiner auch die weit verbreiteten Irrtümer, dass alleine durch den Zählertausch bereits Energie eingespart werden könnte bzw. dass der Netzbetreiber in der Lage sein würde, Geräte der privaten Haushalte zu steuern. „Beides kann getrost ins Reich der Gerüchte verbannt werden“, so der Experte.