Beste Kilowatt-Stunde ist unverbraucht!

sitzend, v.l.: Ing. Andreas Reiter, GR Klaus Percig; stehend, v.l.: Klaus Kiessler, GR Ing. Günther Brückler und Vzbgm. Mag. Gerhard Wannenmacher.

Energie-Innovationen-Stammtisch des Wirtschaftsbundes zum Thema Energie-Sparen im Mautwirtshaus.

Am 09 Mai luden Mödlings Wirtschaftsbundobmann GR Klaus Percig und der zertifizierte europäische Energieberater Bmstr. Klaus Kiessler zum informativen Experten-Gespräch zum Thema Energie sparen. Der Expertenvortrag wurde diesmal von Ing. Andreas Reiter, dem Leiter des Technischen Büros der  Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie NÖ-Wien (AEE) gehalten.  Einer der Schwerpunkte ware die richtige Auswahl der Heizsystem für den jeweilige Gebäudetyp, also vom energieeffizienten Passivhaus A++ bis zum „D-Klasse-Gebäude“ aus den 70er Jahren. Ing. Reiter erklärte dabei anschaulich, dass nicht jedes System – vom Öl über Gas bis hin zu Wärmepump, Biomasse oder Solar – für jedes Haus geeignet ist.

Einigkeit herrschte sowohl vom kaufmännischen als auch ökologischen Standpunkt über die Sinnhaftigkeit der Integration einer thermischen Solaranlage. Diese sollte nicht nur einen Großteil des Warmwasserbedarfs, sondern auch einen Teil (30 %) des Heizungsbedarfes decken. Eindeutig wurde auch fest gestellt, dass Biomasse derzeit die günstigsten Brennstoffkosten hat und Luft-Wärmepumpensysteme extrem kritisch zu betrachten und daher eher nicht einzusetzen sind.

Verbraucher können entscheiden sparen!
Abschließend strich Ing. Reiter noch die wichtige Funktion der VerbraucherInnen hervor: Ganz nach dem Motto des Abends, wonach die beste Kilowattstunde die nicht verbrauchte ist, hat das Stromsparverhalten der Konsumenten einen enormen Einfluss auf den Verbrauch: Demnach lassen sich mit wenig Aufwand (Stichwort Stromfresser wie Standby-Schaltungen, Glühbirnentausch etc.) relativ einfach 15 bis 20 Prozent der gesamten Energiekosten eines Haushaltes sparen.

Im Zuge der anschließenden regen Diskussion erzählte Mödlings Raika-Direktor Dr. Alois Zach vom bevorstehenden Neubau der Filiale auf der Hauptstraße, die nach ökologischen Kriterien mit eigener Photovoltaik-Anlagen und Solartankstelle errichtet wird. Auch ein Visualisierung des über die PV-Anlage gewonnen Stroms in der Filiale wird bereits nachgedacht.